Das Annolied - The Song of Anno.
A diplomatic text of the Early Middle High Poem, transcribed from the Opitz Edition by Graeme Dunphy.
English translation
Homepage

RHYTHMVS DE S. ANNONE
COLONIENSI ARCHIEPISCOPO.

I.

VVIr horten ie dikke singen Von alten dingen, Wi snelle helide vuhten, Wi si veste burge brechen, Wi sich liebin vuiniscefte schieden, Wi riche Künige al zegiengen. Nu ist ciht daz wir dencken Wi wir selve sülin enden. Crist der vnser héro güt Wi manige ceichen her vns vure düt, Alser uffin Sigeberg havit gedan Durch den diurlichen man Den heiligen bischof Annen Durch den sinin willen, Dabi wir uns sülin bewarin Wante wir noch sülin varin Von disime ellendin libe hin cin ewin Da wir imer sülin sin.

II.

IN der werilde aneginne, Dü liht war vnte stimma, Dü diu vrone Godis hant Diu spehin werch gescuph so manigvalt, Dü deilti Got sini werch al in zuei, Disi werlt ist daz eine deil, Daz ander ist geistin: Dü gemengite dei wise Godis list Von den zuein ein werch, daz der mennisch ist, Der beide ist corpus unte geist, Dannin ist her na dim engele allermeist. Alle gescaft ist an dem mennischen, Soiz sagit daz Evangelium. Wir sülin un cir dritte werilde celin, So wir daz die Crichen horin redin. Zden selben erin ward gescaphin Adam, havit er sich behaltin.

III.

DU sich Lucifer du ce ubile gevieng, Vnt Adam diu Godis Wort ubirgieng, Dü balch sigis Got desti mer, Daz her andere sini werch sach rechte gen. Den Manen vnten sunnen die gebin ire liht mit wunnen: Die sterrin bihaltent ire vart, Si geberent vrost vnte hizze so starc: Daz fuir havit ufwert sinin zug; Dunnir unte wint irin vlug. Di wolken dragint den reginguz: Nidir wendint wazzer irin vluz: Mit blümin cierint sich diu lant: Mit loube dekkit sich der walt: Daz wilt havit den sinin ganc: Scone ist der vügilsanc. Ein iwelich ding diu é noch havit Di emi Got van erist virgab, Ne were die zuei gescephte, Di her gescuph die bezziste: Die virkerten sich in diu doleheit, Dannin hubin sich diu leiht.

IV.

CUnt ist wi der vient virspun den man, Zi scalke wolter un havin. So vürter cir hellin die vünf werlt alle, Vnze Got gesante sinin sun, Der irloste vns von den sünden: Ce opfere wart her vür uns braht, Dem dode nam her sini maht, Ce hellin vur her ane sunden, Her herite si mit gewelde, Der tiuvel virlos den sinin gewalt, Wir würdin al in vrie gezalt: In der doufe würde wir Cristis man. Den Heirrin sülin wir minnan.

V

VP hüf Crist sinis crucis vanin, Die zueilf bodin hiz her in diu lant varin: Vane himele gaf her un diu craft, Daz si ubirwunden diu heidinscapht. Rome ubirwant Petrus, Diu Criechen der wise Paulus, Seint Andreas in Patras, In India der güde Thomas, Matheus in Ethyopia, Symon unte Iudas in Persia, Seinte Iacobus in Hierusalem, Nu is her dar in Galicia bistén; Iohannes dar in Epheso, Vili süze konder predigin, Vz des grabi noch wehsit himilbrot, Daz dekkit manigirslahte noht; Andre mertirere manige, Soiz witin ist ci sagine, Mit heiligem irin blüde Irvüldin Christis gemüde, Mit arbeiden quamen si cirin heirrin, Nu havit her si mit erin.

VI.

DIe Troianischen Vranken Si sülin is iemir Gode danken Daz her un so manigin heiligin havit gesant, Soiz dar in Koln ist gewant, Dadir restit ein sülich menige Van Senti Mauriciin herige, Vnt eilf tusent megide Durch Cristis minn irslagene, Manige bischof also herin Die dir ceichin haftig warin, Als iz mer ist vane Sent Annin; Des love wir Crist mit sange.

VII.

CE Kolne was her gewihet bischof, Des sal diu stat iemir loben Got, Daz in der sconistir burge, Di in Diutischemi lande ie wurde, Rihtere was der vrumigisti man Der ie ci Rini biquam: Ci diu daz diu Stat desti heror diuhte Wandi si ein so wise herdum irluhte, Vnte diu sin dugint desti pertir weri Daz her einir so herin stedi plegi. Koln ist der heristin burge ein, Sent Anno braht ir ere wole heim.

VIII.

OB ir willit bekennin Der burge aneginne, So virnemit vmbi die grimmin heidínscapht Dannin den aldin burgin quam diu crapht. Ninus hiz der eristi man Dedir ie volcwigis bigan. Her saminodi schilt unti sper, Des lobis was her vili ger. Halspergin unti brunievn Dü gart er sic, ciih sturm Die helmi stalin heirti, Du stifter heriverti. Diu liute warin vnz andiu Vil ungeleidigete. Ir iwelich haviti sin lant, An din andirin sich niwiht ni want. Vngewenit warin si ci wige, Vili lieb was daz Nino.

IX

NInus leirti sini man Aribeiti lidin, In gewefinin ritin, Daz si vreisin gidorstin irbidin, Schiezin unti schirmin: Her niliz si nigehirmin, Vnz er gewan ci siner hant Elliu Asianischi lant; Da stiphter eine burg sint Einir dageweidi wiht, Driir dageweidi lank. Michil was der sin gewalt, Diu burg nanter nah imo Ninive Dasint der merevisch Jonam uzspe.

X.

SIn wif diu hiz Semiramis, Diu alten Babilonie stiphti si, Van cigelin den alten Die die gigandi branten, Dü Nimbrot der michilo Geriht un dumplicho Daz si widir Godis uortin Einen turn worhtin Van erdin uf ce himele, Des dreif si Got widere, Dü her mit sinir gewalt Gedeilti si so manigvalt In zungin sibenzog, So steit iz in der werlti noch. Von demi gezugi des stiphtis Worti diu Semiramis Die burchmura viereggehtich, Vieri milin lank unti sescihg; Des turnis bistunt dannoch Vieri dusent lafterin hohc. In der burch sint warin Diu Küninge vili mere Da havitin ir gesez inne Chaldei die grimmin, Die heritin af der lanten, Vnzi si Hierusalem virbranten.

XI.

IN den cidin iz gescach Als der wise Danihel gesprach, Dü her sini tróume sagiti Wi her gesin havite Viere winde disir werilte In dem michilin meri vehtinde, Vnz uz dem meri giengin Vreislichir dieri vieri. Viere winde biceichenint vier engele. Die plegint werilt allere; Die dier vier Künincriche Die diu werilt soldin al umbegrifen.

XII.

DIz eristi dier was ein lewin, Si havite mennislichin sin, Diu beceichenit vns alle Küninge Die der warin warin in Babilonia, Dere crapht unt ire wisheit Gidadun ire riche vili breiht.

XIII.

DAz ander dier was ein beri wilde, her havide drivalde zeinde, Her cibrach al daz her anequam, Vnti citrat iz vndir sinin clawin. Der bizeichinote driu Künicriche Diu cisamine al bigondin grifin, Bi den cidin dü Cirus unti Darius Gewunnin Chaldeischi hus: Die zwene riche Küninge Si cistortin Babilonie.

XIV.

DAs dritti dier was ein lebarte, Vier arin vederich her havite; Der beceichinote den Criechiskin Alexanderin, Der mit vier herin vür aftir lantin, Vnz her dir werilt einde Bi güldinin siulin bikante. In India her die wüsti durchbrach, Mit zuein boumin her sich da gesprach, Mit zuein grifen Vür her in liuften. In eimo glase liezer sich in den se. Dü wurfin sin vngetruwe man Dié Kettinnin in daz meri vram, Si quadin; obi du wollis sihen wunter, So walz iémir in demo grunte; Du sach her vure sich vlizin manigin visc grozin, Half visc half man, Dad diuht un uili harte vreissam.

XV.

Dü gedachti der listige man, Wi her sich mohte generian: Der wág vurt in in demo grunte, Durch daz glas sach her manige wunter, Vnz er mit einim bluote Daz scarphe meri gruozte. Alsi diu vlüt des bluotis inpfant Si warf den heirin aniz lant. So quam her widir in sin riche, Wol intfingin un die Criechen. Manigis wunderis genihte sich derselbe man, Driu deil her der werilte zume gewan.

XIV.

DAz vierde dier ein ebir was Die cünin Romere meindi daz, Iz haviti isirne clawin, Daz ne condi nieman gevan; Isirni ceine vreisam; Wi sol diz iemir werdin zam? Wole biceichinit vns daz waltsuin Daz did riche ci Rome sal vri sin: Der ebir cin horn trüg Mit ten her sini vianti nidirslüg; Her was so michil unti vorhtsam, Ci Rome wart diu werlt al gehorsam.

 XVII.

CIn horn meintin cin Küninge, Di mit Romerin rittint ci sturme: Daz eilfti horn wus vnz an den himil, Die sterin vuhtin imi widir: Iz hat ougin unti munt, Sülich ni wart uns é kunt; Manigi wort iz widir Gode sprach, Daz her vieli schiere gerach: Daz biceichinit uns den Antichrist, Der noch in diese werlt künftig ist, Den Got mit sinir gewelti Cir hellin sal gesendin. Der troúm allir so irging, Son der engil vane himele geschiet.
 
XVIII.
ROmere scrivin cisamine In einir güldine tavelin Driuhunterit altheirrin, Di dir plegin zuht unt erin, Die dagis unti nahtis riedin Wi si ir erin bihildin: Den volgedin die Herzogin al, Wanti si ni woldin Küning havin. Dü santin si den edelin Cesarem, Dannin noch hiude Küninge heizzint Keisere. Si gavin imi manige scar in hant, Si hiezin un vehtin wider Diutsche lant, Da aribeiti Cesar daz ist war Mer dan ein ihar, So her die meinstreinge man niconde nie biduingan. Ci iungist gewan hers al cigedinge, Daz soltin cin erin brengin.

XIX.

VNdir bergin in gegin Suaben Hiz her vanin uf haben Deri vordirin wilin mit herin Dari cumin warin ubir meri, Mit mislichemo volke Si slugen iri gecelte Ane dem berge Suedo, Dannin wurdin si geheizin Suabo. Ein liuht ciradi vollin gut Redispen genug, Die sich dikke des vure namin Daz si güde Rekkin werin, Woli vertig vnti wichaft; Doch bedwang Cesar al iri craft.

XX.

Dü sich Beirelant wider in virmaz, Die merin Reginsburch her se bisaz, Da vanter inne helm unti brunigen, Manigin helit güdin, Die dere burg huhdin. Wiliche Knechti dir werin, Deist in heidnischin büchin meri. Da lisit man Noricus ensis, Daz diudit ein suert Beierisch, Wanti si woldin wizzen Daz ingemimi baz nibizzin, Die man dikke durch den helm slug; Demo liute was ie diz ellen gut. Dere geslehte dare quam wilin ere Von Armenie der herin, Da Noe uz der arkin ging, Dur diz olizui von der tuvin intfieng: Iri ceichin noch du archa havit Vf den bergin Ararat. Man sagit daz dar in halvin noch sin Die dir Diutischin sprecchin, Ingegin India vili verro. Peiere vurin ie ciwige gerno: Den sigin den Cesar an un gewan Mit bluote muster in geltan.

XXI.

DEr Sahsin wankeli mut Dedimo leidis genug: Sor si wand al ubirwundin havin, So warin simi aver widiri. Die lisit man [ 36] daz si wilin werin al Des wunterlichin Alexandris man, Der diu werlt in iarin zuelevin Irvúr uns an did einti. Dü her ci Babilonie sin einti genam, Dü cideiltin diz richi viere sini man, Di dir al dü woltin Küninge sin; Dandere vürin irre, Vuzir ein deil mit scifmenigin quamin nidir cir Eilbin, Da die Düringe dü sazin, Die sich wider un vermazin. Cin Düringin dü dir siddi was Daz si mihhili mezzir hiezin sahs, Der di rekkin manigis drügin, Damidi si die Düringe slugin, Mit untruwin ceiner sprachin Die ci vridin si gelobit havitin: Von den mezzerin also wahsin Wurdin si geheizzin Sahsin, Svie si doch ire ding ane vingen Si müstin Romerin alle dienin.

XXII.

CEsar bigonde nahin Zu den sinin altin magin, Cen Franken din edilin; Iri beidere vorderin Quamin von Troie der altin, Dü die Criechin diu burch civaltin, Dü ubir diu heri beide Got sin urteil so irsceinte Daz die Troieri sum intrunnin, Die Criechin ni gitorstin heim vindin, Want in den cin iarin, Dü si cidere sazin warin, So gehietin heimi al iri wif, Si rieten an iri manni lif; Des ward irslagin der küning Agamemno, Irri vurin dandero, Vns Vlix gesindin Der Ciclops vraz in Sicilia, Das Vlixes mit spiezin wol gerach, Dúr slafinde imi sin ouge uzstach. Das geslehte deri Ciclopin Was dannoch in Siciliin, Also hó cim poume, An dem eindo hatten si ein ouge. Nu havit si Got van vns virtribin hinnan In daz gewelde hine half India.

XXIII.

TRoieri vurin in der werilte Widin irri after sedele, Vns Elenus ein vir herit man Des Künin Ektoris witiwin genam, Mit ter da ci Criechin Bisiz sinir vianti riche. Si worhtin dar eini Troie Di man lange sint mohte scowen. Antenor was gevarn dannin ér, Dur irchos daz Troie solti eigen, Der stifted vns diu burg Pitavium, bi demi wazzere Timavio. Eneas irvaht im Wialilant, Dar diu sú mit trizig iungin vant, Da worhten si diu burg Albane, Dannin wart sint gestiftit Roma. Franko gesaz mit den sini Vili verre nidir bi Rini, Da worhtin si dü mit vrowedin eini lüzzele Troie, Den bach hizin si Sante Na demi wazzere in iri lante, Den Rin havitin si vure diz meri, Dannin wuhsin sint Vreinkischi heri, Di wurden Cesari al unterdan, Si warin imi ídoch sorchsam.

XXIV.

Dü Cesar dü widere ci Rome gesan, Si ni woltin sin niht intfan, Si quadin daz her durch sini geile Haviti virlorin des heris ein michil deil, Daz her in vremidimo lante An urlof so lange havite. Mit zorne her dü widir wante Ci Diutischimo lante, Da her hat irkunnit manigin helit vili gut. Her sante zu den Heirrin Die dar in riche warin, Her clagitin allin sini noht, Her bot un golt vili rot, Her quad daz her si wolti gern irgezzin Obir un ieht ci leide gedan hetti.

XXV.

Dü si virnamin sinin wille Si saminotin sich dar alle: Vzir Gallia unti Germania Quamin imi scarin manige, Mit schinintin helmen, Mit vestin halspergin. Si brahtin manigin sconin schiltrant, Als ein vlut vurin sin daz lant: Dü ci Rome her bigondi nahin Dü irvohtini dar manig man, Wanti si sagin schinin So breite scarin sini, Vanin ingegin burhtin, Des libis si alle vorhtin. Cato unti Pompeius rumiti Romischi hus, Alder Senatus mit sorgen vluhin si diuruz:  Her vur un náh iaginta Witini slahinta, Vnz in Egypti lant; So michil ward der herebrant.

XXVI.

VVEr móhte gecelin al die menige Die Cesari iltin in geginne Van Ostrit allinthalbin, Alsi der sne vellit uffin alvin. Mit scarin unti mit volkin, Alsi der hagil verit van den wolkin. Mit minnerigem herige Genanter an die menige, Dü ward diz heristi volcwig Also diz büch quit, Daz in disim merigarten Ie geurumit wurde.

XXVII.

OY wi di wifini clungin, Da di marin cisamine sprungin, Herehorn duzzin, Becche blütis vluzzin, Derde diruntini diuniti, Di helli ingegine gliunte, Da di heristin in der werilte Sühtin sich mit suertin. Dü gelach dir manig breiti scari Mit blüte birunnin gari, Da mohte man sin douwen Durch helme virhouwin Des richin Pompeiis man Da Cesar den sige nam.

XXVIII.

Dü vrouwite sich der iunge man Daz her die riche al gewan: Her vur dü mit gewelte Ci Rome sui so her wolte. Romere dü sin infiengin Einin nuwin sidde aneviengin, Si begondin igizin den Heirrin, Daz vundin simi cerin, Wanter eini dü habite allin gewalt Der é gideilit was in manigvalt: Den sidde hiz er dü cerin Diutischi liute lerin; Ci Rome deddir uf daz scazhus, Manig cieri nam her dan uz, Her gébite sinin holdin Mit pellin ioch mit golte: Sidir warin Diutschi man Ci Rome lif unti wertsam.

XXIX.

Dü Cesar sin einti genam Vnte der sin neve güt diu richi gewan, Augustus der mere man Owisburg ist na imi geheizan, Diu stifte ein sin stifsun Drusus genanter, Dü ward gesant heirro Agrippa Daz her diu lant birehta, Daz her eini burg worhte, Ci diu daz in dad liuht vorte, Die burg hiz her Colonia, Da warin sint herrin maniga; Avir na selbe demo namin sinin Ist si geheizin Agrippina.

XXX.

CI dere burg vili dikki quamin Di Waltpodin vane Rome, Di dir oug er dar in lantin veste burge havitin, Wurmiz unti Spiri Diesi worhtin al die wili Dü Cesar dar in lante was Vnter die Vrankin unter saz Dü worhter da bi Rine Sedilhove sine: Meginza was du ein Kastel Iz gemerhte manig helit snel, Da ist nu dere Küninge wichtum, Dis Pabis senit stul. Mezze stifte ein Cesaris man Mezius geheizan, Triere was ein burg alt, Si cierti Romere gewalt, Dannin man unter dir erdin Den win santi verri Mit steinin rinnin Den herrin al ci minnin Die ci Kolne warin sedilhaft; Vili michil was diu iri craft.

XXXI.

IN des Augusti citin gescahc Daz Got vane himele nider gesach Dü ward giborin ein Küning Demi dienit himilschi dugint, Iesus Christus Godis Sun Von der megide Sente Mariun: Des erschinin san ci Rome Godis zeichin vrone, Vzir erdin diz luter olei spranc, Scone ranniz ubir lant, Vmbe diu Sunnin ein creiz stunt, Also roht so viur unti blut, Wanti dü bigondi nahin, Dannin uns allin quam diu genade, Ein niuwe Künincrichi, Demi müz diu werilt al intwichin.

XXXII.

SEnti Petir dir boto vrono Den diuvil ubirwantir ci Rome, Her rethi da uf dis heiligin crucis ceichin, Her screif diu burg ci Cristis eigine; Dannin santir dri heilige man Ci predigene den Vrankan, Eucharium unti Valerium, Der dritti geinti uffin leige; Da kerdin di zvene widere, Senti Petri daz ci clagine, Dari santer dü sinin staf, Den legitin si uffe Maternis graf. Si hizin un wider von dem tod erstan, In Senti Petiris gibote mit un ci Vrankin gan. Dü her sinis meisteris  namin virnam Her ward un san gihorsam, Dü intloich sich diu molta Als iz Got wolta, Her vieng sich ci demi grasi, Schiere ilter us demo gravi: Dar vircig dagi hatti gilegin, Dü muster vircig iar lebin, Cerist si du ci Trierin lertin, Darná si Kolni bikertin, Da bischof ward derselbe man Der vane demi todi was irstantan.

XXXIII.

Dü gewunnin si da ci Vrankin Ci Godis dienisti vili manigin man Mit beizzirimo wige Dan si Cesar gewanne wilen. Si lertin si widir sunde vehtin, Daz si ci Godi werin güde Knechte. Dere lere sint wole plagin Di bischove na hin warin Dri unti drizig gezalt Vns ane Seint Annin gewalt; Dere sint nu heilig sibine Die schinint uns von himele Als iz sibin sterrin nahtis dunt. Seint Anno lieht is her unti güt: Vntir dandere brahter sinin schim. Alsi der jachant in diz guldini vingerlin.

XXXIV.

DEn vili tiurlichin man Müge wir nu ci bispili havin, Den als ein spiegil anesin Die tugint unti warheiti wollen plegin. Dü der dritte Keiser Heinrich Demi selbin heirrin bival sich Vnti der godis willo was irgangin, Dar her ci Kolne ward mit lobe intfangin, Dü gieng her mit liut crefte Alsi diu Sunni düht in den liufte Diu in zuschin erden unti himili geit Beiden halbin schinit; Also gieng der bischof Anno Vure Gode unti vure mannen: In der Phelinzin sin tugint sülich was Daz un daz rich al untersaz, Ci Godis diensti in den gebérin Samir ein engil weri: Sin ere gihilter wole beidint halb, Dannin ward her ci rehtimi hertumi gezalt.

XXXV.

SIn güte bekanti vil un manig man. Nu virnemit Wi sini siddi warin gedan; Offen was her sinir worte, Vure dir warheite niemannin her ni vorte, Als ein lewo saz her vur din vuristin, Als ein lamb gin her untir diurftigin: Den tumbin was her sceirphe, Den gütin was er einste: Weisin unti widewin Die lobitin wole sinin sidde, Sini predigi unti sin ablaz Nimohti nichein dün baz, Also gotliche dad iz mit rehte solte lichen Allir irdischir diet. Gode was her vili liep. Selicliche stunt Kolnischi werlt Dü si sülichis bischovis warin werht.

XXXVI.

SO diz liuht nahtis ward slafin al, So stunt imi uf der vili güte man, Mit luterer sinir venie Suhter münistere manige: Sin oblei her mit imi drüg, Dir armin vant her genúg, Die dir selide niht hattin, Vnt imi da ware dadin, Da diz armi wif mit demi kindi lag Der dir nieman ni plag, Dari gienc der bischof vrono, Her gebettidi iri selbe scono; So her mit rehte mohte heizin Vatir aller weisin, So harte was er in genedig; Nu havitis imi Got gelonit.

XXXVII.

VIli selicliche diz riche alliz stunt Dü dis girihtis plag der heirre güt, Dü her zo ci demi richi Den iungen Heinriche: Wilich rihtere her were, Das quam witini mere, Van Criechin unt Engelantin Die Küninge imi gebi Santin; So dedde man von Denemarkin, von Vlanterin unti Riuzilanti. Manig eigin her ci Kolni gewan, Di münister cierter ubiral Ci demi tiurin Gotis lobe Stiftir selbo vier münister, Diz vunfti ist Sigeberg sin vili liebi stat, Dar uffe steit nu sin graf.

XXXVIII.

NI avir diu michil ere Iewiht würre sinir selin, So dede imi Got also dir goltsmid düt, Sor wirkin willit eine nuschin güt; Diz golt siudit her in eimi viure, Mit wehim werki düt her si tiure, Mit wierin also cleinin Wole slift her die goltsteine, Mit manigir slahtin gigerwa Gewinnit er in die variwa: Also sleif Got Seint Annin Mit arbeidin manigin.

XXXIX.

DIkki im anevuhtin di Lantheirrin, Ci iungis braht iz Got al ci sinin erin, Vili dikki un anerietin Di üne soltin bihütin, Wi dikki üne di virmanitin Di her ci heirrin braht havite. Ci iungis niwart daz niht virmidin Her niwurde mit gewefinin uze dir burg virtribin, Als Absalon wilin virtreib vater sinin Den vili gütin David. Disi zuei dinc harti si warin gelich. Leidis unte arbeite genúg Genihte sich der heirro güt, Al náh dis heiligin Cristis bilide Dü súnt iz Got van himele.

XL.

DAr nah ving sich ane der ubile strít Des manig man virlos den liph, Dü demi vierden Heinriche Virworrin wart diz riche, Morht, roub unti brant Ci vurtin kirichin unti lant, Von Tenemarc unz in Apuliam, Van Kerlingin unz an Vngerin, Den niman nimohte widir stén, Obi si woltin mit truwin un samit gen, Diz stiftin heriverte groze Wider nevin unti husgenoze. Diz riche alliz bikerte sin gewefine In sin eigin inadere, Mit siginuftlicher ceswe Vbirwant iz sich selbe, Daz di gidouftin lichamin Vmbigravin ci worfin lagin, Ci ase den bellindin, Den grawin walthundin: Dü daz ni trúite bisünin Seint Anno Dü bidroz üne lebin langere.

XLI.

HEr reiht ci Salivelt in Düringe lant Da irbaritimi Got diu simi hant; Einis dagis ingegin none Dir himil indedde sich scone, Da sach her inne diu goteliche wunne Di her nidorsti kündin Nicheinimo weritlichim manne, Dü her uffe sinim wagene lag Vnter sinis gebeddis plag, Sülich mancraft un umbevieng Daz man sescein ros cidemo wagine spien, Dü düht hun daz her sege Suad sodor iemir künftig were; Vili harte untir quam sigis der heilige man, Dü bigondir dannin sichen.

XLII.

EInis nahtis der heirro dü gesach Wi her quam in einin vili Küniglichin sal Ci wuntirlichimi gesidele, Soiz mit rehti solde sin ci himele, Dü düht un in siumi troume Wiz allint halvin were bihangin mit golde, Di viuli tiurin steini liuhtin dar ubiral, Sanc unti wunne was dir groz unti manigvalt, Dü sazin dar bischove manige Si schinin also die sterrin cisamine, Dir bischof Bardo was ir ein, Senti Heribret gleiz dar als ein goltstein, Andere heirin genúg Vn was ein lebin unt ein muht. Dü stunt dir ein stul ledig unt eirlich, Seint Anno wart sinis vili gemeiht, Her was ci sinin erin dar gesat; Nu lobit hers Got dad iz also gesach. O wi gerne her dü geseze, Den libin stul wi gerner bigriffe, Dad ni woltin gelobin di vurstin Durch einin vlekke vure sinin brustin.

XLIII.

VF stunt dir heirrin ein hiz Arnolt Ci Wurmizi was her wilin Bischof, Seint Annin nam her mit handin, So quamin si dar bihalvin Mit süzir redin her un dü bistunt, Her sprach; trosti dig heirro Godis drüt, Disin vlekkin wisi hine gedun, Ci ware dir is gereit der ewigi stul, Daz sal sin in curtin stundin, So bistu disin heirrin willicumin. Vntir un nimaht tu nu blivin Wi lutir iz sal sin dad si willin lidin: Crist havit tir disi ding irougit, O wi heirro wad tir erin unti genadin volgit. Harti ginc iz Imi ci hercin Daz her widere kerin solde zir erdin. Ni werit dü ci stundin so gewant Durch alle diusi werilt ni rúmiter daz Paradysi lant, Sülich is diu himilschi wunne, Dar sule wir denkin alt unti iungin, Von demi slafe dir heirro dü gestunt, Wole wister wad her solde dun Kolnerin virgab her sini hulte, Daz her si hazzite wi groz daz warin ere sculte.

XLIV.

Dü dat cit dü bigonde nahen Daz imi Got wolte lonin, Dü ward her gikeistigit Alsi dir heiligi Iob wilin. Vane vüzin vns an diz hoibit So harti al bitoibit: So schit diu tiure sela Von mennislichimo sera, Von disimo siechin libi In das ewigi paradysi: Diz vleisc intfinc du erda, Dir geist vur up ci berga: Dari sule wir iemir nah imo deinkin Wa wir ci iungist sulin leintin.

XLV.

ALser dü ci Godis antwurte quam Cin ewigin ginadin, Dü dedde dir heirro edile gemut Also dir ari sinin iungin düt Sor si spanin willit uz vliegin; Her suemit obin ce cierin, Her wintit sich uf ci berge, Daz sint dint die iungin gerne: Also woldir uns gespanin Wari wir na imi soldin varin. Her zoigit uns hinidine Wilich lebin si in himile; Ci demi gravi da sini woltin doht havin Da worhtir scone ceichin, Die sichin unti die crumbe Di wurdin da gesunte.

XLVI.

ARnolt hiez ein vollin güt kneht Der havit einin vogitman hiez Volpreht, Der durch werltliche sculde Virlos sinis heirrin hulte, Dü bigonder Godi missitruwin Helphe sühter an din tiuvil, Her kós vn imi ci vogite wider Arnolde. Einis abindis ginc her einin ganc Na sinimo rosse einis veldis lanc, Da irschein imi der tiuvil offene; Her virbot imi alle Cristis é, Vnt her nimanni daz ni sagite Wi her un gesin havite. Her quad, giwuge hers eincheinim manne Her cibrechin ci stükkelini allin: Wolter avir imi volgin So hetter imi gewissin holtin. Mit drón unti mit geheizan Virleitter dü den tumbin man Daz her geliz sich cis viantis truwin: Daz ward imi sint ci ruwin.

XLVII.

DEs andren tagis her mit Arnolde reiht Dis tiviulis geheizi was her vili gemeit, Mit misselichin redin her dar zu quam Daz her Godis bigonde virlouchinan, Godis heiligin bigonder lasterin, Daz niman nisolti gebaldin, Vnzi dü der vili tumbe man Bigondi lasterin Seint Annin; Her quad dad her iz al wol irkante, Iz wer al triugeheit unti scante, Anno lebit ié mit suntin, Wad ceichine her getuon solte? Dere vrebelichin schelti Müster san intgeltin; Da cistede sin ouge winister Vür imi uz als ein wazzer; Dü der ungeloubige man Ni woltt sich irkeinnin, Her niwolti Seint Annin scelten, Dü müßte hers mer intgeltin, Durch sin hoibit quam ein slag Daz her dir nidiri gelach; Als ein gescoz daz ouge ceswe Spreiz uz imi verre: Dü vil her nidir andid gras, Her schrei als imi was: Harti irquamin si sich des ubiral, Si beddítin ci Gote in cruce stal.

XLVIII.

ARnolt his dradi rennnin Paffen imi dari gewinnin, So vürhtin si in ceinir kirichin, Si lertin un sini pigihti tun, Vnzi dü der seregi man Sent Annin anedingin bigan, Her bat sinir genadin, Daz her den gesunt imi virgabi: Michil wunter sagin Alli di dü da warin; In den itilin ougistirnin Wuhsin niuwe ougin widere, Daz her san ci stundin woli gesach: So scone ist diu Godis craft.

XLVIIII.

VOn altin ewin ist daz kunt Wi sich wilin uf tedde der merigrunt Dü Moyses das liut Israel Mit trukkenim wegge leite ubir se Ci demi allir bezzistin lante Des die gütin ouch sulin waltin, Da die becche miliche vluzzin, Diz süze honig dar inzuschin, Diz olei uz eime steine sprunge, San dir bi der süze brunne, Diz brot vane himele reginete, Allis gudis si seide habiten, Mit wüntirlichin ceichinin Erete Got Moysen den heiligin, Vnz ein sin selbis suster Bigondimi sprecchin laster. O wi starche si di misilsuht  bistunt, Vnz iri gewegete der brüder gut: Also gewegete Seint Anno disim man Daz her sini gesunt gewan, Ci diu daz wir virstuntin Des richin Godis güte, Wi her so lonit unti ricchit Suaz man sinin holtin spricchit, Der so süze leidit albihanten Ci demi sconin paradysi lante.